Team

Benedikt Portmann

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Geschäftsinhaber

Sandra Schnider

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Support

Bernhard Beutler

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Kundendienst

Nicole Schaller

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Buchhaltung / Administration

Peter Daubner

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Werkstatt

Christian Unternährer

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Werkstatt / Verkauf

In Gedenken…

Völlig unerwartet und und tieftraurig mussten wir am 12.11.2022 unseren treuen Schaffer Willi Portmann gehen lassen. Willi war in unserem Betrieb der stille Chrampfer und Unterstützer im Hintergrund. Wie oft werden wir in der nächsten Zeit wohl noch sagen: ” Ja das het haut aube de Willi gmacht”?

In tiefer Dankbarkeit und liebevoller Errinnerung.

Willi Portmann †

Willi Portmann †

1948-2022

“Lebenslauf Willi Portmann

Willi Portmann wurde am 8. August 1948 als zweitjüngstes Kind von Josef und Liny Portmann-Bieri auf der Liegenschaft Farbschachen in Hasle geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf, einem Bruder und drei Schwestern. Nach der Schulzeit arbeitete er zuerst auf der elterlichen Liegenschaft, dann auf dem Hof seines Onkels Hermann, bis er mit zwanzig Jahren eine Stelle bei der SBB annahm. Es sollte seine Stelle fürs Leben werden. Während vieler Jahre war der Güterbahnhof in Luzern sein Arbeitsplatz, später wechselte er nach Sursee. Willi war ein sehr zuverlässiger und beliebter Mitarbeiter. Mit Arbeitskollegen verbrachte er auch einen Teil seiner Freizeit, wobei ihm gemeinsame Skiferien am meisten Freude machten.

Auch wenn Willi arbeitsbedingt auswärts wohnte und als Junggeselle auf Selbständigkeit Wert legte, blieb er doch mit seiner Herkunftsfamilie eng verbunden. Er hatte im Farbschachen stets ein Zimmer, auch nach der Familiengründung seines älteren Bruders Söpp, und später, im neuen Haus, eine eigene Wohnung. Hier war sein eigentliches Zuhause. «De Willi isch immer da gsi», sagen die Hinterbliebenen. Das hat mehrere Bedeutungen.

Zum einen meint es seine Präsenz. Willi war «da» an vielen arbeitsfreien Wochenenden und während der meisten Zeit seiner Ferien. Aber er war auch «da», wenn es darum ging, zu helfen. Jederzeit packte er tatkräftig mit an, was immer es im Bauernbetrieb von Bruder Söpp und Schwägerin Ruth zu tun gab. Er war ein beharrlicher Schaffer, nichts war ihm zuviel, und man hatte den Eindruck, dass er es gerne tat, dass ihm wohl dabei war. Sicher machte es ihn auch froh, sich dadurch für den schönen Familienanschluss, den er geniessen durfte, dankbar zu zeigen. Aber Willi ist noch in einem weiteren Sinne «da gsi». In seiner gelassenen und überaus friedfertigen, menschenfreundlichen Art verströmte er etwas Heiteres, Ausgeglichenes und Ausgleichendes. Man fühlte sich gut in seiner Nähe.

Man konnte auch Spass haben mit ihm. Sein Neffe Benedikt erinnert sich an viele Sonntage, die er als Bub und als Jugendlicher mit Willi zusammen verbringen konnte: zuerst in die Messe, dann zum Apéro in die Wirtschaft, dann ab nach Sörenberg auf die Skipiste. Ja, das Skifahren war sein liebstes Hobby. Diesem frönte er jeden Winter, gerne auch zusammen mit seinen Schwestern Gritli und Martha. Und nicht der Slalom war seine Spezialdisziplin, sondern die Abfahrt. Dass er unten angekommen auf die anderen dann warten musste, nahm er gerne in Kauf. Auf keinen Fall verpassen wollte er «de chalti Märt» in Schüpfheim, sicher auch deshalb, weil er dort regelmässig liebe Verwandte und Freunde treffen konnte.

Willi war winters und sommers viel draussen, man kannte ihn nicht anders als braungebrannt. Auf ein gepflegtes Äusseres legte er übrigens einigen Wert. Kravattenträger war er zwar nicht, aber immer adrett gekleidet, und wie seine Hemdenkragen gebügelt werden sollten, dazu konnte er präzise Angaben machen.

Nach seiner Pensionierung kehrte Willi ganz nach Hasle zurück. Klar hatte er jetzt mehr Freizeit, aber nur «frei machen» und nichts schaffen, war nicht sein Ding. Mehr denn je machte er sich jetzt nützlich, wo immer er konnte. Man musste ihn nicht erst bitten, er sah, was es zu tun gab, und tat es einfach. Nach dem Tod seines Bruders Söpp übernahm er, oft unterstützt durch den Nachbarn Richard Portmann, die Verantwortung für die Tiere und die Pflege der Umgebung. Als sein Neffe Benedikt im Farbschachen den Camping-Stellplatz eingerichtet hatte, schaute er manchmal auch da zum Rechten. Er, der eher als schweigsam bekannt war, nahm jetzt gern die Gelegenheit wahr, mit Gästen einen Schwatz zu halten. Schon öfter sollen Gäste den «netten Platzwart» gelobt haben.

Aber mehr Freizeit im eigentlichen Sinne gab es jetzt natürlich auch. Willi nutzte sie unter anderem für das gemütliche Zusammensein mit seinen Freunden und Bekannten. Zu regelmässigen Treffen am Stammtisch oder bei einem Jass kam das Wandern hinzu. Zu zweit oder zu dritt wurden viele Wanderungen oder Bergtouren im schönen Entlebuch unternommen.

Man kann sagen, dass Willi ein rüstiger und auch glücklicher Rentner war. So sah er aus, und seine Lebensumstände deuten darauf hin. Es macht uns tief betroffen, dass er viel zu früh sterben musste. Völlig unerwartet, am 12. November 2022, bei der Arbeit, hörte sein Herz auf zu schlagen. Er war zeitlebens ein zurückhaltender und bescheidener Mann, aber er hinterlässt eine grosse Lücke. Wir gedenken seiner in grosser Dankbarkeit.

“Danke vöu mau för aues liebe Willi”!